Geschichte eines Hauses

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Gott wohnt im Wedding
Regina Scheer
erschienen am 25. März 2019 im Penguin Verlag
ISBN 978-3-328-60016-9

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Um damit zu beginnen, ich habe „Machandel“ leider noch nicht gelesen, den preisgekrönten Debütroman Regina Scheers. Daher kann ich über „besser“ oder „schlechter“ nicht urteilen. Und eigentlich bin ich ganz froh darüber, ohne Erwartungen an diesen Roman gegangen zu sein. Es wäre nämlich immens schade gewesen, wenn er mich auch nur ein Deut weniger berührt hätte, weil ich falsche Vorstellungen im Kopf gehabt hätte.
Das Buch erzählt die Geschichte eines Hauses im Wedding, einem an Geschichten reichen Berliner Stadtteil. 1890 erbaut, steht nun sein Abriss bevor. Zuletzt haben rumänische Wanderarbeiter dort gewohnt, meist Roma, und seit ihrer Geburt 1918 die alte Frau Romberg.
Intensiv und mit offensichtlich viel Hintergrundwissen berichtet Frau Scheer über die Parallelen und Unterschiede im Umgang mit den Juden und den Roma im Dritten Reich. Sie erzählt von U-Booten (untergetauchte Juden, die versuchen den Häschern zu entkommen), von Arbeitslagern, von Schmerz, Verrat und Tod. Sie erzählt von den „Zigeunern“, die vor, während und vor allem auch nach dem Krieg überall unerwünscht sind, von fehlender Anerkennung, mangelndem Schuldbewußtsein der Deutschen und Behördenterror.
Ich habe mich immer für geschichtsbewußt gehalten und dennoch ist mir der Umgang mit den Sinti, den deutschen Roma, nur am Rande bewußt gewesen und schon gar nicht das Ausmaß der Verfolgung.
Das Alles in einen Roman verpackt zu haben, der einerseits spannend geschrieben ist und andererseits die Zusammenhänge verdeutlicht, ist eine Kunst. In dem Berliner Mietshaus treffen Juden, Roma und Deutsche aufeinander, kreuzen sich Lebenswege. Da trifft der alte Leo Lehmann, gerade aus Israel mit seiner Enkelin eingetroffen, auf Gertrud Romberg, die ihn und einen Freund vermutlich an die Gestapo verraten hat. Aber hat sie wirklich? Dort wohnt Laila Fidler, die nicht ahnt, dass ihre Großeltern auch schon genau dieses Haus bewohnt haben. Laila, die in Deutschland aufgewachsen ist, versucht auch den vielen aus Rumänien eingereisten Roma bei den Behördengängen zu helfen. Ihr Stiefvater ist Mitglied einer Organisation, die Sinti und Roma eine Stimme geben möchte.
Der Roman ist sicherlich nicht dafür geeignet, einfach zur Unterhaltung gelesen zu werden. Er ist nicht schwer zu lesen, nein, aber der Inhalt ist bisweilen schwer zu fassen. Und man muss schon bereit sein, mit dem großen Personal zu leben. Man kann eine derart breit gefächerte Geschichte nicht mit drei Personen erzählen. Schließlich wird ein Zeitraum von fast einhundert Jahren abgedeckt.
Und dann, ja, das muss ich noch schreiben, brauchen wir solche Bücher derzeit. Jetzt, wo der Ruck nach Rechts deutlich spürbar wird und die braune Sauce wieder aus allen Abwasserkanälen quillt, sollten wir uns immer und immer wieder bewusst machen, dass wir unsere Geschichte noch lange nicht aufgearbeitet haben. Dass man eben nicht den Deckel auf den Topf setzen und die Geschichte verleugnen oder zu den Akten legen kann. Daher kann ich diesen Roman wirklich nur jedem ans Herz legen.

Ich danke dem Penguin Verlag für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar.

Weitere Besprechungen:

Kuhle Bücher https://kuhlebuecher.com/2019/04/20/gott-wohnt-im-wedding-von-regina-scheer/
Cascarax https://cascarax.wordpress.com/2019/04/22/viele-geschichten-und-ein-sprechendes-haus-regina-scheers-neuer-roman-gott-wohnt-im-wedding/
Jüdische Allgemeine https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/gehen-oder-bleiben-2/

„Ich hab alles erlebt.“

42793

Der Gott jenes Sommers

Ralf Rothmann

erschienen 2018 im Suhrkamp Verlag

ISBN 978-3-518-42793-4

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In letzter Zeit sind ein Reihe hervorragender Romane erschienen, die sich mit dem Zweiten Weltkrieg bzw dem Leben im Nationalsozialismus beschäftigen und zwar aus deutscher Sicht. Ich finde das sehr gut und richtig so, denn nur, wenn man sich erinnert, wenn aus „den Deutschen“ Einzelschicksale werden, wenn Menschen agieren und nicht eine anonyme Masse, kann man das Geschehene verarbeiten und einen persönlichen Bezug herstellen. Und das ist gerade für die heutigen Generationen immens wichtig, herrscht doch in den meisten Familien immer noch betretenes Schweigen darüber, was Großvater oder Großmutter wohl zu der Zeit getan haben, gibt es zwar Zahlen- und Zeittafeln im Geschichtsunterricht, aber nur selten die Frage, wie ist es in meinem Heimatort gewesen, was genau ist da eigentlich passiert.
Ralf Rothmann nun hat so einen Roman geschrieben, der nicht im Nirgendwo spielt, sondern auf dem Lande in der Nähe von Kiel. Dorthin flüchtet die zwölfjährige Lisa mit Mutter und Schwester 1945 aus der zerbombten Stadt. Dort ist das Gut ihres Schwagers Vinzent, eines SS-Offiziers, wo sie unterschlüpfen dürfen. Und dort lässt Rothmann auf engstem Raum mit kleinem Personal ein fast klassisches Drama entstehen.
Während Lisa sich das erste Mal verliebt, beginnt ihre lebenslustige Schwester eine Affaire mit Vinzent, die die Familie letztendlich in den Abgrund reißen wird. Und so kann Lisa am Ende des Krieges sagen „ich hab alles erlebt“. Und überlebt.
Der Autor zeigt, wie Hass und Eifersucht Familienbande zerstören, wie ideologischer Glaube und die Macht zur Willkür jegliche Moral vernichten. Wenn man ein überzeugter Herrenmensch ist, dann fehlt jegliches menschliche Maß, dann steht man über der Menschlichkeit, bietet sich die Möglichkeit zu hemmungslosem Machtmißbrauch, denn die anderen haben es ja nicht besser verdient.
Wie die Hitlergetreuen damals alle menschlichen Werte untergraben haben, eine Atmosphäre von Angst und Denunziation geschaffen haben, das zeigt dieser Roman sehr leise und trotzdem unglaublich eindrücklich. Man sieht das Große im Kleinen, die Abläufe in Deutschland anhand einer Stadt, eines Dorfes, eines Gutes, einer Familie unter der Lupe. Wie man eben plötzlich der eigenen Tochter, Schwester, dem Schwager, Schwiegersohn nicht mehr trauen kann und wie schleichend diese Machtverhältnisse sich verlagert haben. Man sieht aber auch, wie sehr die Menschen versucht haben, sich den Alltag zu erhalten, ein Stück Normalität.
In der heutigen Zeit und besonders nach den Ereignissen in Chemnitz, wünsche ich diesem Roman viele Leser. Leser, die mit der Lektüre begreifen, dass diese Atmosphäre doch wirklich nichts sein kann, was man sich für sich und sein Land erneut wünschen kann. Die erkennen, dass Menschlichkeit eines unserer höchsten Güter ist.

 

Weitere Besprechungen dieses Romans:

buchrevier https://buchrevier.com/2018/07/20/ralf-rothmann-der-gott-jenes-sommers/
literaturleuchtet https://literaturleuchtet.wordpress.com/2018/07/20/ralf-rothmann-der-gott-jenes-sommers-suhrkamp-verlag/
LiteraturReich https://literaturreich.wordpress.com/2018/06/12/ralf-rothmann-der-gott-jenes-sommers/

Ein literarischer Stolperstein

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Am Seil

Erich Hackl

erschienen 2018 im Diogenes Verlag

ISBN 978-3-257-07032-3

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„Eine Heldengeschichte“ ist der Untertitel dieses schmalen Büchleins. Und eine Heldengeschichte enthält es in der Tat. Es ist die wahre Geschichte Reinhold Duschkas, der es zwei Menschen ermöglichte, in der Zeit des Naziregimes zu überleben: den Jüdinnen Regina Steinig und ihrer Tochter Lucia. Er versteckt die Beiden unter großen Risiken in seiner Werkstatt, mehr noch, er gibt ihnen eine Beschäftigung, lässt sie mithelfen bei seinen Arbeiten als Kunsthandwerker und lenkt sie so zumindest zeitweilig ab von Angst und Eingesperrt sein.
Hackl gibt die Geschichte so weiter, wie sie in Lucias Erinnerung passiert ist, mit den kleinen Ungenauigkeiten und Ungereimtheiten, die die Zeit anrichtet bei Erinnerungen. Der Stil ist dokumentarisch, teilweise stichwortartig. Der Autor wertet nicht, er berichtet, lässt unterschiedliche Menschen den Charakter Duschkas beschreiben, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Dadurch ist Duschka nicht nur Held, sondern doch auch Mensch, was für mich seine Tat nur noch großartiger macht.
Literarisch ist das Buch kein großer Wurf, sind die Personen teilweise zu schablonenhaft dargestellt. Aber es ist wie ein Stolperstein, der an einen Akt der Menschlichkeit erinnert, an jemanden, der für seine Vorstellung davon ein großes Risiko einging, der sich gegen den Strom gestemmt hat und der dafür keinen Dank wollte, weil es ihm gewissermaßen selbstverständlich war, zu helfen. Solche Geschichten sind wichtig, weil sie Vorbilder geben, zeigen, dass es Menschen gibt, die auch dem größten Terror trotzen, leise, aber beharrlich und die es verdienen, nicht in Vergessenheit zu geraten.
Auch nicht vergessen sollten wir, gerade in der heutigen Zeit, wo Fremdenhass und Ausgrenzung wieder salonfähig sind, zu welchem Leben Mutter und Kind verdammt waren. Verdammt, obwohl sie ja zu den „Glücklichen“ zählten, die nicht deportiert wurden. Über Jahre eingesperrt in einer Werkstatt, Kälte und auch Hunger ausgesetzt, ohne Aussenkontakte und mit der ständigen Angst vor der Entdeckung -welche enorme innere Kraft müssen sie gehabt haben, besonders die zu Beginn erst zwölfjährige Lucia, um nicht irre zu werden an der Situation oder aufzugeben.
Und deshalb umfasst der Untertitel „Eine Heldengeschichte“ eigentlich mehr als nur die Tat Duschkas. Helden sind alle die, die geholfen haben, genauso wie auch die, die durchgehalten haben. Und Bücher, die die Erinnerungen an diese unmenschliche Zeit festhalten, kann es gar nicht genug geben. Damit wir niemals auch nur in Versuchung kommen zu vergessen.

Ich danke dem Diogenesverlag für das zur Verfügung gestellte Vorabexemplar.

Gegen das Vergessen

Nichts um sein Haupt zu betten von Francoise Frenkel

Nichts, um sein Haupt zu betten

Françoise Frenkel

Aus dem Französischen von Elisabeth Edel

erschienen 2018 im btb Verlag

ISBN 978-3-442-71608-1

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1921 eröffnet die junge Françoise Frenkel in Berlin die erste französische Buchhandlung, „La Maison du livre français“. Achtzehn Jahre lang lebt und arbeitet sie dort, bis ihr die französische Regierung 1939 empfiehlt, auszureisen. Françoise Frenkel ist Jüdin. Ein Verbleib in Deutschland erscheint, zumindest zu diesem Zeitpunkt, zu riskant. Sie zieht nach Paris, von dort muss sie jedoch bald über Avignon nach Nizza fliehen. Als das Vichy-Regime auch dort intensive Razzien durchführt, bleibt nur noch eine Ausreise in die Schweiz. Aber wie soll sie unerkannt durch halb Frankreich reisen?

Françoise Frenkel gelingt, was so viele nicht schaffen werden. Im Juni 1943, beim dritten Versuch erreicht sie sicheren Schweizer Boden. Geholfen haben ihr eine erstaunliche Anzahl von Menschen. Menschen, die sich der Gefahr, verhaftet zu werden ausgesetzt haben, um dem Grauen entgegenzustehen, das die Nazis über ihr Land gebracht haben.

Kurz nach ihrer Ankunft in der Schweiz verfasst sie dann diesen Bericht, zur Erinnerung und gegen das Vergessen. Sie ist sich der Tatsache bewußt eine Zeitzeugin zu sein, versucht, möglichst sachlich die Fakten ihrer Odyssee aufzuschreiben. Was sie gefühlt haben mag, scheint trotzdem durch, die Sorge um ihre Familie in Polen, die sie wohl nicht wiedersieht, die Angst in den verschiedenen Verstecken, die völlige Lebensmüdigkeit nach dem mißlungenen Versuch über die Grenze zu kommen, im Anblick der Grenzwache.

Jahrelang war dieser Text verschollen, der 1945 in der Schweiz gedruckt wurde. Erst vor ein paar Jahren wurde er auf einem Flohmarkt in Nizza wiederentdeckt. Über die Autorin weiß man recht wenig, 1889 wurde sie als Frymeta Idesa Frenkel in eine jüdisch-polnische Familie geboren, studierte Musik in Leipzig und Literaturwissenschaften in Paris, promovierte an der Sorbonne. Nach ihrer Ankunft in der Schweiz verlaufen sich die Spuren, 1975 stirbt sie in Nizza.

Es ist wie ein Fingerzeig aus der Vergangenheit, dass Mme Frenkels Bericht gerade jetzt wiedergefunden wurde, in einer Zeit, die einen heftigen Rechtsruck in Europa erlebt,  und das Erstarken von Kräften, die eigentlich gebannt hätten sein müssen, in einer Zeit, in der Kriegsflüchtlinge erneut befürchten müssen, an den Grenzen abgewiesen zu werden, in einer Zeit, in der rechtslastige Parteien Menschenfeindlichkeit wieder gesellschaftsfähig zu machen suchen und reichen Zulauf erhalten.

Und es bleibt zu hoffen, dass Texte wie dieser dafür sorgen, dass immer genügend Menschen sich erinnern und aufstehen gegen Unrecht und Hass, Dummheit und Unmenschlichkeit.

 

Ich danke dem btb Verlag für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar.

Die letzten Tage

getimage

Wiesenstein

Hans Pleschinski

erschienen 2018 im C.H. Beck Verlag

ISBN 978-3-406-70061-3

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Selten sieht man ein Buch, bei dem wirklich alles passt und ineinandergreift. Wo Inhalt und Aufmachung eine Einheit sind, offenbar überlegt aufeinander abgestimmt. „Wiesenstein“ ist so ein Buch.

Es beschreibt die letzten Lebenswochen Gerhard Hauptmanns, des großen Dichters und Literaturnobelpreisträgers von 1912 in Romanform. Romanform heißt in diesem Falle, dass neben dem großen Teil gut recherchierten Materials aus Tagebüchern, überlieferten Worten und Schriften, auch ein Teil erdacht ist, Dialoge beispielsweise, immer mit dem Hintergedanken „so könnte es gewesen sein“.
Nachdem ein Aufenthalt im zerbombten Dresden nicht mehr sinnvoll erscheint, wo der 83jährige Hauptmann und seine Frau Margarete in einem Sanatorium weilten, beschließen sie nach Hause zurückzukehren. Zuhause, das ist ihre Villa Wiesenstein in Schlesien. 1945 ein geradezu wahnwitziges Unternehmen. Aber dank der immensen Berühmtheit des Schriftstellers und der daraus sich ergebenden Privilegien gelingt das Unterfangen. In Wiesenstein nehmen die Hauptmanns ihr gewohntes Leben auf, samt Köchin, Gärtner, Hausdiener, Zofe, Sekretärin und Masseur. Und während um sie herum die Welt zerbricht, werden mehrgängige Menüs gereicht, fließt der Wein und es gibt sogar einen Filmabend für Freunde und Bedienstete.

Hans Pleschinski gelingt es mühelos, die verlorene Welt des Großbürgertums und der damaligen Künstlerkreise wieder aufleben zu lassen. Er beschreibt die Abläufe in der Villa sehr genau, von der Küche bis zum Salon. Erschütternd zu lesen, wie sehr die Menschen um Hauptmann herum, seien es Kollegen oder Angestellte auf seinen Schutz hoffen, darauf, dass sowohl Nazis als auch Russen ihn kennen und schätzen, und vor allem erschütternd, wie wenig das die Hauptmanns beschäftigt. Besonders Margarete Hauptmann muss eine sehr standesbewußte, kühle Frau gewesen sein, deren einzige Sonne ihr Mann und sein Ruhm waren und die das Wohlergehen anderer schlichtweg nicht interessierte.
Unfassbar die Geschehnisse in den Städten und Dörfern rundherum, während die Schlinge immer enger wird um die Villa. Verbrannte Häuser, vergewaltigte Frauen, Leichengestank, Plünderer, Hunger, Angst, Verzweiflung – in Wiesenstein werden Literaturabende veranstaltet mit Lesungen aus dem Werk Hauptmanns.
Und als es tatsächlich funktioniert, als sowohl Russen als auch Polen den Sonderstatus Hauptmanns aufrecht erhalten, wie wenig Dankbarkeit spürt man da, wie selbstverständlich wird das doch aufgenommen.
Und trotzdem  – Hauptmann muss innerlich gespalten gewesen sein, denn im Gegensatz zu seiner Frau und trotz schwerer Erkrankung, scheint er mehr von dem Geschehen um sich herum wahrzunehmen, als er zeigen mag, macht er sich mehr Gedanken um die Richtigkeit seines Handelns, als man zunächst vermuten mag. Und er muss eine enorme Ausstrahlung besessen haben, denn er wird von allen verehrt, die mit ihm in Berührung kommen, auch von denen, die um seine Fehler wissen.

Hans Pleschinski hat mit „Wiesenstein“ eine berührende Annäherung an einen großen Dichter geschrieben und ein Stück Zeitgeschichte in all seiner Grausamkeit erhellt. Für mich ist dieser Roman eines der großartigsten Bücher, die ich bisher lesen durfte.
Der C.H. Beck Verlag hat diesem besonderen Roman einen passenden Rahmen gegeben: der Schutzumschlag zeigt einen Turm Wiesensteins, das Vorsatzpapier die Fresken in der Eingangshalle, Photos von den Hauptmanns und der gesamten Villa runden das Ganze ab. Ein Buch, dem ich viele Leser wünsche, schon allein, um das inzwischen in Vergessenheit geratende Werk Gerhard Hauptmanns wieder in das Bewußtsein zu rufen.