Betörend

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Das Parfum

Patrick Süskind

erschienen 1985 im Diogenes Verlag

ISBN 3-257-22800-7

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Immer wieder wird die Frage gestellt, ob ich eigentlich ein Lieblingsbuch hätte. Und immer wieder muss ich sagen, dass es eine Reihe von Lieblingsbüchern gibt, aber nicht das Eine und Einzige. Süskinds „Das Parfum“ kommt dem jedoch recht nahe. Es muss etwa 1994 gewesen sein, als ich es zum ersten Male las. Ich war zwanzig und gerade in die Welt hinaus gezogen, vorher hatte ich jedoch am heimischen Theater eine Aufführung von „Der Kontrabass“ gesehen, ebenfalls von Süskind, und war mehr als begeistert. Damals hatte ich einen recht knappen finanziellen Rahmen, aber als ich „Das Parfum“ in der Auslage einer Buchhandlung sah, musste es mit. Und ich eine Woche hungern. aber das war es definitiv wert…

Seitdem habe ich den Roman bestimmt fünfzehn Mal oder mehr gelesen und kann mich immer noch begeistern am Sprachfluss und der Handlungsführung. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass alle wirklich großen Romane zeitlos sind? Dass wir in ihnen versinken unabhängig von Entstehungszeit und Moden? Dass ihr Inhalt funktioniert und ihre Charaktere lebendig bleiben auch nach Jahrzehnten?

Und ich bin ja nicht die Einzige, die den Roman liebt: neun (!) Jahre lang stand er auf der Spiegelbestsellerliste, wurde in über fünfzig Sprachen übersetzt und schlußendlich auch verfilmt. Und das trotz des öffentlichkeitsscheuen Autors, der genau ein Interview gab – und dann keines mehr.

Zum Inhalt möchte ich gar nichts sagen. Ich weiß, das gehört sich nicht bei einer Besprechung, aber trotzdem. Die, die es gelesen haben, kennen den Inhalt und die, die es noch nicht gelesen haben, diese Glücklichen, denen das erste Mal noch bevorsteht, die sollten das Buch einfach aufschlagen und beginnen zu lesen:

Im achtzehnten Jahrhundert lebte in Frankreich ein Mann, der zu den genialsten und abscheulichsten Gestalten dieser an genialen und abscheulichen Gestalten nicht armen Epoche gehörte.“ (…)

Wie gut, dass es nicht bei der eigentlich geplanten Kurzgeschichte geblieben ist…

 

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